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Die Kunst der Inuit
Schnitzereien der Inuit (Eskimo) aus dem Norden Kanadas entstammen einer Kultur, die erst vor sehr kurzer
Zeit direkt mit der modernen Zivilisation in Verbindung gekommen ist. Erst seit den 1950er Jahren haben die
Inuit ihre nomadische Lebensweise aufgegeben und angefangen, sich in festen Siedlungen in der Arktis
niederzulassen.
In diesen kleinen Siedlungen mit tausend oder weniger Einwohnern stellen die Schnitzer Skulpturen aus
örtlich vorkommenden Steinen, Walknochen, Elfenbein und Geweihknochen her.
Skulpturen, die vor dieser Zeit entstanden sind, sind daher meist relativ klein, da sie ja ständig
mitgenommen werden mussten. Einige dieser Skulpturen vom Beginn des vorigen Jahrhunderts finden Sie auch
in unserem Angebot.
Das bekannteste Material ist der Speckstein oder Steatit (engl.: soapstone), es gibt jedoch viele
Gesteinsarten, die um die Inuitsiedlungen herum gefunden werden. Sie variieren in Farbe und Struktur vom
hellen und weichen grau bis zu verschiedenen Grünschattierungen. Die Steine werden meist im Sommer gewonnen,
wenn sie offenliegen und mit dem Kanu zur Siedlung transportiert werden können. Der Künstler schlägt zunächst
mit Hammer, Axt Meißel oder kleinen Elektrowerkzeugen die Form grob aus dem Stein. Danach werden Feilen,
Raspeln und Sandpapier für die Feinarbeit verwendet. Oftmals findet man Einlegearbeiten oder Zusätze aus
Elfenbein, Geweihknochen oder Treibholz, um Gesichter, Werkzeuge oder Waffen darzustellen. Details wie
Gesichtszüge, Federn oder Flossen werden gern mit einem scharfen Werkzeug in den Stein geritzt. Manche
Künstler polieren Ihr fertiges Werk, andere wiederum wollen das natürliche Aussehen des Steins erhalten und
verzichten auf die Politur.
Die Kunstwerke reflektieren die tiefe Verbindung des Künstlers zur eindringlich schönen Arktis mit ihrer
Flora und Fauna. Mit der Zeit haben sich verschiedene regionale Stile entwickelt, die sich aufgrund örtlicher
Gesteinsvorkommen und dem Vorbild berühmter Schnitzer, die bleibenden Einfluss auf ihre Gemeinschaft
hinterlassen haben, herausgebildet. Die Motive entstammen dem Lebensraum, der Mythologie und Legenden der
Inuit. So findet man vielerlei Tierdarstellungen, hauptsächlich von Robbe, Wal und Bär. Menschliche
Darstellungen stehen oft in Zusammenhang mit Schamanismus, Jagd und Familienleben.
Die Schnitzereien der Inuit besitzen eine besondere Schönheit und Lebendigkeit. Ihr Ursprung liegt in der
Herstellung von Amuletten mit Tierdarstellungen, um Geister abzuwehren oder zu besänftigen. Ab dem 19.
Jahrhundert wurden die Skulpturen auch für den Tausch mit Walfängern und Entdeckern hergestellt.
Weil Inuitskulpturen einmalig, sehr gefragt und weltbekannt sind, gibt es auf dem Markt Massenimitate.
Diese Imitate sind oft aus Kunststoff, ihnen fehlt das das Leben der Steinskulptur mit ihren
Farbschattierungen und individuellen Spuren des Künstlers.
Um sowohl den Inuitkünstler wie auch den Erwerber der Skulpturen zu schützen hat die kanadische Regierung
das schwarzweiße Iglusymbol als Marke registrieren lassen. Den Igluanhänger bzw. Aufkleber bekommen nur der
Künstler selbst oder sein Absatzmittler. Ausschließlich dieses Markenzeichen gibt Ihnen die Gewähr, ein
authentisches Kunstwerk erworben zu haben. Es weist den Künstler, seinen Heimatort, das Jahr der Herstellung
und eine Registriernummer aus. Wir garantieren für die Originalität der Skulpturen in unserem Angebot.
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